Was tun bei Geldproblemen?

5 Tipps bei akuten Geldproblemen

Trotz wirtschaftlichen Aufschwungs stehen viele Menschen in Deutschland vor akuten Geldproblemen. Finanzielle Engpässe sind dabei längst kein besonderes Problem arbeitsloser Menschen mehr. Arbeitnehmer sind durch knapp bemessene Gehälter und befristete Verträge häufig mit Geldsorgen konfrontiert. Die rasant steigenden Mieten bringen zudem immer mehr Bürger in die Bredouille. Geldprobleme sind nichts, wofür man sich schämen muss. Sie entstehen aus veränderten Alltagsumständen und nicht, weil man zu verschwenderisch gelebt hat.

1. Die Situation erkennen

Für viele ist es am Anfang ein Problem, sich die Situation überhaupt einzugestehen. Dadurch werden die Probleme im Kopf noch monströser. Fehlentscheidungen in Panikstimmung können Geldprobleme verschlimmern. Deshalb sollte man sich und auch anderen gegenüber offen eingestehen, dass es einen Engpass gibt. Das nimmt Druck aus der ganzen Sache heraus.

2. Das Geldproblem analysieren

Im nächsten Schritt sollte man die ganze Problematik versachlichen. Bei Geldproblemen heißt das ganz banal, das Problem in Zahlen zu fassen. Es ist gut, eine möglichst präzise Aufstellung über bestehende Ausstände und noch anfallende Ausgaben zu machen. Das ist in etwa so, als würde man eine Buchhaltung für die nahe Zukunft erstellen: Man schreibt nicht die angefallenen Beträge auf, sondern welche Rechnungen bezahlt werden müssen. Darüber hinaus sollten möglichst alle Kosten erfasst werden, die unvermeidbar und regelmäßig noch in der nächsten Zeit auf einen zukommen. Dazu zählen Miete, Strom und eine Abschätzung der Kosten für die tägliche Lebensführung.

Der Sinn der Übung ist folgender: Wie beim Blick auf die Wanderkarte bei einer Bergtour sehe ich, welche Herausforderungen vor mir liegen. Man kann die Bewältigung der Ausstände dann in Teilschritte zerlegen. Auch dadurch wird das Problem weniger monströs. Es beginnt fassbar zu werden. Selbstverständlich ist damit noch keine Rechnung bezahlt. Aber man kann die Probleme fokussierter angehen: Zum Beispiel überlegen, in welcher Weise man genau in Zukunft diesen und jenen Posten begleichen will.

3. Sparen: Es geht mehr, als man denkt

Die Mehrheit von Menschen, die vor akuten Geldproblemen stehen, hat wahrscheinlich schon sparsam gewirtschaftet. Trotzdem stecken in jedem von uns bestimmte erlernte Annahmen: Man brauche dies und jenes zum Leben. Oft sind diese Annahmen entweder in der Jugend entstanden. Im Elternhaus stand mehr Geld zur Verfügung. Oder man hatte lange Zeit einen bestimmten finanziellen Komfort, wo gewisse Dinge einfach zum Leben dazugehörten. Auch da hilft eine einfache Buchhaltung.

Es sollte eine Auflistung aller Kosten gemacht werden. Besonders die wiederkehrenden Ausgaben sind daraufhin zu prüfen, ob sich etwas einsparen lässt: Beispiele sind Abonnements oder Ermitteln günstigerer Tarife für Strom usw. bei Vergleichsportalen. Geldprobleme bauen sich über einen längeren Zeitraum auf. Insofern ist es gut, wenn man sie Schritt für Schritt abbaut. Es gibt einige einfache Methoden und sinnvoll Geld zu sparen.

4. Budgets setzen

Obwohl die Kasse schon klamm ist, gibt man immer noch mehr Geld aus, als man will. Eine simple Möglichkeit, wie man sich selbst steuern kann, liegt darin, sich Tagesbudgets zu setzen. Bevor man in den Supermarkt geht, genau überlegen, wie viel Geld kann und will ich heute ausgeben.

5. Hilfe holen

In manchen Situationen wird man nicht um Kreditaufnahmen, Nutzung von Dispositionskrediten und weitere Verschuldungen herumkommen. Das Problem dabei: Man treibt den Teufel mit dem Beelzebub aus. Die Nutzung von Kreditkarten und Dispositionskrediten ist immer nur Aufschub und verschlimmert die Geldprobleme. Man sollte mit Partnern oder auch Eltern über die eigene Lage sprechen.

Ein gegenseitiges Aushelfen in Notlagen ist immer besser, als teure Zinsen zu bezahlen und dauerhaft in der Schuldenfalle zu landen. Wenn es keinen anderen Weg mehr gibt, ist professionelle Hilfe nötig. Dazu gehören Schuldnerberatungen. Informationen dazu gibt es bei den Verbraucherzentralen. Es ist wichtig, das Problem gegenüber dem Gläubiger offen anzusprechen. Dies kann gerade auch bei den regelmäßigen Kosten helfen: Bei Krankenkassen gibt es zum Beispiel einen Notlagentarif.

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